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Lässt Zucker mich alt aussehen?

Mindestens 20 Teelöffel Zucker nehmen wir Studien zufolge täglich zu uns – das sind 34 Kilogramm im Jahr. Doppelt so viel, wie unser Körper eigentlich verträgt, warnen Ärzte und Wissenschaftler. Zum Vergleich: Noch in den 50er Jahren lag der Zuckerverbrauch bei zwei Kilogramm pro Kopf pro Jahr.
„Das Problem ist, dass mittlerweile selbst Experten nicht mehr genau wissen, in welchen Lebensmitteln wie viel Zucker enthalten ist“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Rebecca Amey. Dextrose, Saccharose, Maltose, Amylose und Raffinade sind dabei nur einige der zahlreichen Inhaltsstoffe, hinter denen sich in Wahrheit Zucker verbirgt. „Sogar Nahrungsmittel, die man eigentlich für gesund hält – wie Früchte und Fruchtsäfte, bestimmte Joghurtsorten oder Light-Produkte enthalten in Wahrheit oft Unmengen an Zusatzzucker.“ Weiteres Problem: „Ernährungsforscher warnen uns vor Fett und Kalorien, manchmal auch vor Salz, aber den eigentlich gefährlichen Stoff vergessen sie, dabei zu erwähnen.“

Der Zucker-Code: Wie eine allgegenwärtige Versuchung uns alt machen kann

Die Folgen dieser Ignoranz sind fatal: Sammelt sich zu viel Zucker im Gewebe an, beginnt eine unaufhaltsame Entwicklung. Zucker und Eiweißstoffe verbinden sich zu braunen Pigmenten, wie man sie vom Karamellisieren kennt, dem folgt eine Kaskade von Alterungsprozessen: Die Zuckermoleküle verursachen in der Haut eine Verhärtung des Stützgewebes und schädigen die Kollagenfasern. Diesen Prozess nennt man Glykierung (Verzuckerung). 50 Prozent der Hautalterung sind, Forschern zufolge, auf diesen Ablauf zurückzuführen. Langfristig verliert die Haut an Elastizität und Spannkraft. Falten werden sichtbar. Auch innerlich setzt Zucker den Körper unter Druck: Schon ein Glas Cola lässt den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen – wir fühlen uns sofort energiereicher und fitter. Doch gleichzeitig werden auch Unmengen von Insulin freigesetzt, die Zelllen absorbieren die Glukosemoleküle im Blut, der Blutzucker rast genauso schnell wieder nach unten: Wir fühlen uns schlagartig kraftlos und müde, greifen deshalb oft gleich zur nächsten Süßbombe, um den Energieverlust wieder auszugleichen.

Der Feind in meinem Körper: Was hat Zucker mit Herzinfarkten und Krebs zu tun?

Wenn solche Zucker-Crashs, wie Wissenschaftler sie nennen, öfter vorkommen, wird der Körper irgendwann insulinresistent und kann an Diabetes erkranken. Diese Krankheit, die mit 350 Millionen Betroffenen weltweit bereits als globale Epidemie gilt, ist aber nicht die einzige Folge. Eine neue US-Studie hat bewiesen, dass hohe Glukosewerte gleichzeitig das Risiko für Herzerkrankungen und Infarkte verdoppeln – denn exzessiver Zuckerkonsum erhöht die Cholesterinwerte im Blut. Sogar manche Krebsarten werden begünstigt.
Denn: Zucker aktiviert das Gen TKTL1, und dieses lässt Tumorzellen wachsen und macht sie aggressiv. Das John-Hopkins-Institut in den Vereinigten Staaten hat TKTL1 jetzt sogar als eine der wichtigsten Vorstufen der Krebs-Gene identifiziert und seine Bedeutung für schnelles Zellwachstum und die Lebensfähigkeit menschlicher Krebszellen bestätigt. Doch was kann ich tun, um mich zu schützen? „Vergessen Sie Anti-Falten¬ Cremes – reduzieren Sie den Zucker. Ihre Altersuhr wird zurückgedreht, sie werden innerlich und äußerlich jünger sein“, empfiehlt Dermatologe Nicholas Perricone. Es gibt einige simple Tricks, wie das funktionieren kann: Erstens sollten Sie die 10 größten Industrie-Zuckerfallen kennen, zweitens auf versteckte Zuckeranteile in Lebensmittel-Verpackungen achten und drittens auch bei Fruchtzucker nicht unbedacht zugreifen. Ergebnis: Wir fühlen uns jünger, gesünder, fitter – und sehen auch so aus.


Quelle: Marie Sophie Krone, tv14 Nr. 21/2011

 

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Lässt Zucker mich alt aussehen?

15.02.2012 - 10:00 von MeinBioPortal

Zucker

Lässt Zucker mich alt aussehen?

Mindestens 20 Teelöffel Zucker nehmen wir Studien zufolge täglich zu uns – das sind 34 Kilogramm im Jahr. Doppelt so viel, wie unser Körper eigentlich verträgt, warnen Ärzte und Wissenschaftler. Zum Vergleich: Noch in den 50er Jahren lag der Zuckerverbrauch bei zwei Kilogramm pro Kopf pro Jahr.
„Das Problem ist, dass mittlerweile selbst Experten nicht mehr genau wissen, in welchen Lebensmitteln wie viel Zucker enthalten ist“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Rebecca Amey. Dextrose, Saccharose, Maltose, Amylose und Raffinade sind dabei nur einige der zahlreichen Inhaltsstoffe, hinter denen sich in Wahrheit Zucker verbirgt. „Sogar Nahrungsmittel, die man eigentlich für gesund hält – wie Früchte und Fruchtsäfte, bestimmte Joghurtsorten oder Light-Produkte enthalten in Wahrheit oft Unmengen an Zusatzzucker.“ Weiteres Problem: „Ernährungsforscher warnen uns vor Fett und Kalorien, manchmal auch vor Salz, aber den eigentlich gefährlichen Stoff vergessen sie, dabei zu erwähnen.“

Der Zucker-Code: Wie eine allgegenwärtige Versuchung uns alt machen kann

Die Folgen dieser Ignoranz sind fatal: Sammelt sich zu viel Zucker im Gewebe an, beginnt eine unaufhaltsame Entwicklung. Zucker und Eiweißstoffe verbinden sich zu braunen Pigmenten, wie man sie vom Karamellisieren kennt, dem folgt eine Kaskade von Alterungsprozessen: Die Zuckermoleküle verursachen in der Haut eine Verhärtung des Stützgewebes und schädigen die Kollagenfasern. Diesen Prozess nennt man Glykierung (Verzuckerung). 50 Prozent der Hautalterung sind, Forschern zufolge, auf diesen Ablauf zurückzuführen. Langfristig verliert die Haut an Elastizität und Spannkraft. Falten werden sichtbar. Auch innerlich setzt Zucker den Körper unter Druck: Schon ein Glas Cola lässt den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen – wir fühlen uns sofort energiereicher und fitter. Doch gleichzeitig werden auch Unmengen von Insulin freigesetzt, die Zelllen absorbieren die Glukosemoleküle im Blut, der Blutzucker rast genauso schnell wieder nach unten: Wir fühlen uns schlagartig kraftlos und müde, greifen deshalb oft gleich zur nächsten Süßbombe, um den Energieverlust wieder auszugleichen.

Der Feind in meinem Körper: Was hat Zucker mit Herzinfarkten und Krebs zu tun?

Wenn solche Zucker-Crashs, wie Wissenschaftler sie nennen, öfter vorkommen, wird der Körper irgendwann insulinresistent und kann an Diabetes erkranken. Diese Krankheit, die mit 350 Millionen Betroffenen weltweit bereits als globale Epidemie gilt, ist aber nicht die einzige Folge. Eine neue US-Studie hat bewiesen, dass hohe Glukosewerte gleichzeitig das Risiko für Herzerkrankungen und Infarkte verdoppeln – denn exzessiver Zuckerkonsum erhöht die Cholesterinwerte im Blut. Sogar manche Krebsarten werden begünstigt.
Denn: Zucker aktiviert das Gen TKTL1, und dieses lässt Tumorzellen wachsen und macht sie aggressiv. Das John-Hopkins-Institut in den Vereinigten Staaten hat TKTL1 jetzt sogar als eine der wichtigsten Vorstufen der Krebs-Gene identifiziert und seine Bedeutung für schnelles Zellwachstum und die Lebensfähigkeit menschlicher Krebszellen bestätigt. Doch was kann ich tun, um mich zu schützen? „Vergessen Sie Anti-Falten¬ Cremes – reduzieren Sie den Zucker. Ihre Altersuhr wird zurückgedreht, sie werden innerlich und äußerlich jünger sein“, empfiehlt Dermatologe Nicholas Perricone. Es gibt einige simple Tricks, wie das funktionieren kann: Erstens sollten Sie die 10 größten Industrie-Zuckerfallen kennen, zweitens auf versteckte Zuckeranteile in Lebensmittel-Verpackungen achten und drittens auch bei Fruchtzucker nicht unbedacht zugreifen. Ergebnis: Wir fühlen uns jünger, gesünder, fitter – und sehen auch so aus.


Quelle: Marie Sophie Krone, tv14 Nr. 21/2011

 

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